Projekt: Arbeit in den Heimen Draschnja und Novinki

In den staatlichen Heimen Draschnja und Novinki arbeiten seit einigen Jahren deutsche und belarussische Freiwillige und unterstützen die Bewohner der Heime, Kinder sowie auch Erwachsene, in ihrem Alltag. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Für viele Kinder ist es einfach nur wichtig, mal in den Arm genommen zu werden und Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Die Freiwilligen spielen mit ihnen, gehen spazieren und versuchen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern.
Ähnlich ist es bei den behinderten Erwachsenen. Insgesamt verschlechtert sich die Betreuungslage für einen Menschen mit Behinderung, je älter er wird. Die ältesten Heimbewohner werden am wenigsten beachtet. Und je älter ein Mensch mit Behinderung in einem belarussischen Heim wird, desto schwerer wiegen oft auch die psychischen Erkrankungen, die auf die schlechte Betreuung zurückzuführen sind.

Wir möchten die deutschen und belarussischen Freiwilligen, die ehrenamtlich in den Heimen arbeiten, in ihrer Arbeit unterstützen, indem wir wichtige Anschaffungen übernehmen: Medizinische Hilfsmittel, Orthopädische Einlagen, Gehstützen und Rollstühle, Materialen zum Basteln etc. Zu diesem Zweck wurden im Sommer 2007 in Minsk zwei "Freiwilligen-Kassen" eingerichtet, die von den Freiwilligen vor Ort selbst verwaltet werden.

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