25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

Am 26. April 2011 jährt sich zum 25. Mal die Katastrophe von Tschernobyl. Ein Ereignis, das in diesem Jahr überschattet ist von größeren Schrecken und Leid aus Japan. Mit Blick auf die durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am stärksten betroffenen Länder, Belarus und die Ukraine, wird deutlich, dass ein Umdenken in der Atompolitik nicht nur in Deutschland notwendig ist.

In Belarus sind die Langzeitfolgen der Katastrophe auch nach 25 Jahren noch nicht abschätzbar: Auch wenn die weißrussische Regierung einen direkten Zusammenhang bestreitet, bleibt eine höhere Rate an körperlichen Beeinträchtigungen, Missbildungen und lebensgefährliche Krankheiten wie Leukämie und Schilddrüsenkrebs in Weißrussland an der Tagesordnung.
Der Verein kanikuli e.V. setzt sich für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Belarus ein und organisiert Ferienlager in Belarus.

Vielleicht besteht in Eurer Gemeinde, Lokalzeitung, Freundeskreis oder Ähnlichem Interesse an Erfahrungsberichten aus der Arbeit des Vereins „kanikuli“ oder dem Leben in Belarus. Wenn dem so ist, so sind wir gerne bereit zu informieren und freuen uns über die Folgen von Atomkraft aufklären und unsere Arbeit bekannter machen zu können.

Nächstes Benefizkonzert in Berlin

Unser nächstes Benefizkonzert für Kanikuli ist am 25. Juni um 16.00 in der Laurentiuskirche, Heerstr.367.
Es ist eine sommerliche Chor- und Orgelmusik mit den Chören der Weinbergkirchengemeinde und der Haselhorster Kantorei.
Leitung und Orgel: Bettina Brümann und Jürgen Trinkewitz

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

Es geht weiter!

Liebe Kanikulinis, liebe Freunde und Förderer,

wir wünschen euch und Ihnen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.

Auch in diesem Jahr finden wieder unsere Ferienfreizeiten statt.
Los geht es schon am 10. Januar. dann startet unsere Winterferienfreizeit mit den Erwachsenen. Im Sommer geht es dann weiter mit einer Ferienfreizeit für Kinder und einer für Erwachsene.

Desweiteren wird es noch weitere Projekte mit unseren belarussischen Partner_Innen geben, die sich derzeit in der Planungsphase befinden. Genaueres erfahrt ihr/erfahren Sie dann zu gegebener Zeit.

In diesem Jahr starten wir mit einem Patenschaftsmodell für die Ferienfreiteiten. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Auch wir von Kanikuli e.V. gehen mit der Zeit. Aus diesem Grund haben wir kürzlich ein Facebook-Profil eingerichtet. Damit erhoffen wir uns einen größeren Bekanntenkreis und auch das Erreichen von Leuten, die in erster Linie soziale Netzwerke statt Websites nutzen. Zur Facebook-Seite von Kanikuli e.V. geht es hier.

Das Jahr 2011 ist auch ein Jubiläumsjahr für Kanikuli e.V., denn wir feiern in diesem Jahr unseren 5. Geburtstag.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches und interessantes Jahr 2011 und hoffen, dass ihr und Sie uns dabei begleiten und unterstützen.

Sebastian Dolsdorf
(1. Vorsitzender)

Live aus Minsk

Aktuelle Berichte

Die Freiwillige Johanna Kerber ist zur Zeit (2010-2011) in Minsk. Auf ihrem Blog informiert sie über ihre Eindrücke von der Freiwilligenarbeit in Minsk:
Johannas Blog

Die Reihe der Benefizkonzerte setzt sich fort!

Auch in der 2. Hälfte des Jahres wird es wieder aufregende und abwechslungsreiche Benefizkonzerte für Kanikuli e.V. geben.

„Jugend musiziert für Kanikuli“
Sonnabend, 2.Oktober 2010,
16.00 Uhr in der Gnadenkirche,
Jaczostr. 52
Berlin

„Russische Impressionen“
mit kleinem Imbiss
Sonnabend, 6. November 2010
16.oo in der Laurentiuskirche,
Heerstraße 367
Berlin

Und auch im Jahr 2011 geht es weiter.

„Benefizkonzert mit Dudelsack und mittelalterlicher Musik“
Sonnabend, 29. Januar 2010
16.00 in der Gnadenkirche,
Jaczostr. 52
Berlin

Alle Konzerte finden unter der musikalischen und organisatorischen Leitung von Bettina Brümann statt.

Wir freuen uns über Ihr und euer zahlreiches erscheinen.

Ein Winter in Nadeschda

Mitte Januar fand wieder unser jährliches Winterlager mit BewohnerInnen aus dem Heim „Novinki“ statt. Auch in diesem Jahr war das Winterlager ein voller Erfolg. Die Winterlager werden gemeinsam von deutschen und belarussischen Freiwilligen organisiert und durchgeführt, Kanikuli e.V. finanziert die Winterlager und unterstützt bei organisatorischen Fragen.
Im Folgenden der Bericht der aktuellen Minsk-Freiwilligen Marie-France Eisner.

Endlich ist es soweit! Der 12. Januar ist da und es soll auf das diesjährige Winterlager gehen. Bei einer Eiseskälte stehen wir draußen auf dem Gelände des Novinki Heims für Erwachsene mit Behinderungen und warten auf den Bus, der uns nach Nadeshda bringen soll.
Als der Bus (ein einfacher Lieferwagen mit zwei langen Sitzbänken) kommt, wird das Hab und Gut eines Jeden gewissenhaft verstaut und man besteigt, so gut es geht, die Maschine.
Drinnen ist es ziemlich eng, da diverse Taschen und ein Rollstuhl zwischen uns gequetscht auch noch Platz finden müssen. Als die Türen auf eine fast wundersame Art und Weise doch noch zugehen, beginnen sich die meisten der TeilnehmerInnen langsam zu entspannen und ein freudiges Strahlen tritt auf ihre Gesichter. Es geht wirklich los! Eine ganze Woche Urlaub im Erholungszentrum Nadeshda liegt vor uns.
Etwas über eine Stunde dauert die Fahrt…es läuft ordentlich laut Gutelaunemusik im Radio und kalt wird uns zum Glück auf Grund der Enge auch nicht.
Insgesamt nahmen neun BewohnerInnen aus Novinki an dem Lager teil. Betreut wurden sie von zwei belarussischen sowie von drei deutschen Freiwilligen.
Nadeshda ist wirklich ein sehr schöner Ort, an dem sich schnell alle wohlfühlen konnten und es jeden Tag Neues zu erkunden und zu entdecken gab.
Wir bewohnten insgesamt vier kleine nebeneinander gelegene Häuschen, die sehr gemütlich und vor allem warm waren!
Das Programm bestand hauptsächlich aus diversen Teerunden, zu denen sich alle TeilnehmerInnen stets in einer Küche oder einem Wohnzimmer trafen und gemütlich Kekse aßen, während es draußen bitterkalt war. Hier wurde viel gesungen, geredet und auch Gitarre gespielt.
Des Weiteren machten wir jeden Tag mindestens einen Spaziergang alle zusammen. Dann ging es raus aus Nadeshda, auf die Feldwege und in den Wald. Alle konnten die Stille und die Weite spüren und natürlich gab es auch die eine oder andere Schneeballschlacht.
Schnell wurden Freundschaften geschlossen und so wartete jeder/jede geduldig auf die/den Letzte/n und man passte sich an das Tempo der Langsamsten an.
Eigentlich gab es jeden Tag ganze drei Mal ein Highlight, nämlich dann, wenn wir uns im Speiseraum versammelten um zu essen. Das Essen wurde stets kommentiert und gebührend gewürdigt „ Oh, wie lecker ist es diesmal!“ und auch die Küchenfrauen merkten sich geduldig, wer den Rotebeetesalat nicht mochte, und nahmen diverses zu Bruch gegangenes Geschirr ohne mit der Wimper zu zucken freundlich hin.
Es fällt schwer zu sagen, was dass Beste gewesen ist. Fest steht, dass wir alle bei der Disco eine Menge Spaß hatten, ausgelassen und lange tanzten, jeder und jede ganz auf seine bzw. ihre Weise, wobei sich Andrej besonders beim Paar- und Brakedance (!!!) als der Könner hervortat. Bei Massage und Aromatherapie entspannte man sich und das Theaterstück, welches das „dramatische Theater Minsk“ aufführte, wurde zum Schluss mit Standingovations gewürdigt. Dies alles und das gemeinschaftliche Herstellen und Bemalen einer überlebensgroßen Papierschönheit, die jetzt ihren Platz neben ihrem Papiermann in Dschas Werkstatt in Novinki hat und immer an das Winterlager 2010 erinnern wird, waren wunderbare Momente.
In Nadeshda gibt es auch eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen, die natürlich auch genutzt werden wollte. Diejenigen, die auf Schlittschuhen laufen konnten, taten dies und die anderen wagten einen vorsichtigen, gestützten Gang bzw. eine Fahrt über das Eis.
Valja, die mit ihren 55 Jahren sicherlich noch nicht sehr oft zum Eislaufen gekommen ist, war anfangs etwas vorsichtig, aber schon nach ein paar Minuten machte sie die Figur einer Eisprinzessin. Während Sergej (der übrigens zum ersten Mal in seinem Leben in Nadeshda Schlittschuh lief) seine Pirouetten drehte und das Rückwärtsfahren perfektionierte, konnte man Valja dabei beobachten, wie sie stets darum bemüht „akkurat“ zu sein ihre Schlittschuhe vom Schnee befreite oder sich, wenn sie hingefallen war, genüsslich im Schnee kullerte. Zwei ganze Stunden drehten wir unsere Runden, bis es schließlich zu dunkel und zu kalt war um weiter zu fahren. Anschließend stand natürlich die obligatorische Teerunde in der warmen Küche, bei Musik und Keksen an.
Als die Woche nun doch nach einem Selbstgebackenetorteabschiedsessen vorbei war und wir wieder auf den Bus aus Novinki warteten, sah man allen an, dass sie nicht wirklich glücklich über das Ende dieser Ferien waren.
So wollte auch die Stimmung auf der Rückfahrt trotz erheiternder russischer Popmusik nicht fröhlich werden und je näher wir Minsk mit seiner Hochhausburgenvorstadt kamen, desto stiller wurde es, da halfen auch die Pakete mit Obst und Süßigkeiten etc. nicht mehr, die jeder und jede mit auf seine/ihre Station nehmen durfte.

Im Namen aller TeilnehmerInnen,

Marie-France Eisner

BENEFIZKONZERTE FÜR KANIKULI E.V.

Auch im Jahr 2010 wird es wieder eine ganze Reihe von Benefizkonzerten für Kanikuli e.V. geben. Bei den von Bettina Brümann organisierten und durchgeführten Konzerten werden anstatt Eintrittsgelder Spenden gesammelt. Im Folgenden die nächsten Konzerte zu denen wir alle ganz herzlich einladen:

6. Februar um 16.00 Uhr
in der Laurentiuskirche Berlin- Spandau, Heerstr. 367

Konzert für Dudelsack, Orgel und andere Instrumente
mit Maria Scharwieß, Heidi, Frielinghaus und Bettina Brümann
Kaffee und Kuchen in der Pause

13.März um 16.00 Uhr
in der Gnadenkirche Jaczostr. 52, Berlin-Spandau

„Englisches Konzert“ bei Tee und Gebäck
Musik aus englischen Kathedralen
Es musizieren Mitglieder der Chöre und des Blockflötenquartetts der Weinbergkirchengemeinde. Bettina Brümann: Orgel
Werke von Purcell, Stanley, Wesley, Smart, Williams u.a.
Eintritt frei.

17.April um 16.00 Uhr
in der Laurentiuskirche Berlin-Spandau, Heerstr. 367

BENEFIZKONZERT ORGEL PLUS KLAVIER
Bettina Brümann und Juri Stremjakow musizieren zu Gunsten von Kanikuli e.V.

Werke von Rinck, Debussy, Tschaikowsky, Glinka, Rachmaninow , Rimsky-Korsakow u.a..
Kaffee und Kuchen in der Pause.
Eintritt frei!

29.Mai um 16.00 Uhr
in der Gnadenkirche Jaczostr. 52, Berlin Spandau

Musik für Streicher und Orgel von Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen
Eugen Schmidt und Natalie Kroo, Violine
Sergej Mattern, Viola
Evgeni Kopilov, Violoncello
Bettina Brümann, Orgel
Eintritt frei. Kleiner Imbiss in der Arche im Anschluss.

Ankündigung: Mitgliederversammlung am 21. November in Halle

Nachdem die letzte Mitgliederversammlung nun schon ein halbes Jahr zurückliegt, möchten wir alle Mitglieder und Freunde von Kanikuli e.V. am 21. November nach Halle einladen!

Wie immer werden wir zunächst über den aktuellen Vereinsstatus berichten (finanzielle Situation, Mitgliederzahlen etc) und dann die Projekte besprechen, die seit der letzten MV durchgeführt worden sind. Außerdem möchten wir überlegen, welche Projekte als nächstes anstehen (z.B. das Winterlager 2010) und was wir dafür noch alles organisieren müssen.

zur Tagesordnung der MV (pdf)

Anreisen können alle TeilnehmerInnen bereits am Freitag, abends werden wir gemeinsam das legendäre Halle (mit Loch im Marktplatz) kennenlernen.

Für weitere Informationen wendet euch an Evelyn (evelyn.funk(at)kanikuli-ev.de). Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen!