Mitgliederversammlung in Tübingen

Text: Hans Probst

Die diesjährige erste Mitgliederversammlung wurde in Tübingen ausgerichtet. Im Infoladen des Hausprojektes Schellingstraße trafen sich einige engagierte und interessierte Mitglieder, um über die aktuell laufenden und projektierten Aktionen zu beraten. Mit dabei war – und dies stellte ein Novum dar – die belarussische Freiwillige Ksenja, die für ein Jahr in Minsk in verschiedenen Bereichen der Arbeit mit Menschen mit Behinderung arbeitet.

Neben ausführlichen Berichten und Beratungen über Aktivitäten standen auf dieser Mitgliederversammlung erneut Wahlen des Vorstandes an. Johanna Kerber (1. Vorsitzende), Charlotte Sautier (2. Vorsitzende) und Lina Müller (Kassiererin) kandidierten allesamt wieder für ihre jeweiligen Posten und wurden wiedergewählt.

Einen zentralen Punkt während der Mitgliederversammlung nahm die Arbeit der belarussischen Freiwilligen, Ksenja, ein. Sie berichtete eindrücklich von ihren durchgeführten Projekten und umriss auch die Möglichkeit zukünftiger Arbeitsbereiche. Ein mittelfristiges Ziel soll die Einrichtung eines integrativen Cafés o.ä. sein. In diesem Kontext fällte die Mitgliederversammlung die Entscheidung, ab September 2018 zwei belarussische Freiwillige in Minsk anzustellen.

Bericht Winterfreizeit 2018

von Ksenja Golubovich
Übersetzung von Charlotte Sautier

Im Januar fuhren die Bewohner*innen des psychoneurologischen Internats in Novinki in die Winterferien. Die Ferienfreizeit fand dieses Mal nicht weit von Minsk im „Rehabilitationszentrum für Rollstuhlfahrer“ in Kolodishi statt. Diese Ortswahl bot nicht nur die Möglichkeit sich in den Häuschen zu erholen, an der frischen Luft spazieren zu gehen, sich mit Kunsttherapie zu beschäftigen und die Seele baumeln zu lassen sondern auch kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, Pizza essen zu gehen und ins Stadtzentrum zu fahren, wo ein Großteil der Teilnehmer*innen lange nicht mehr oder überhaupt noch nie gewesen war.

Wir besuchten die „Kinoschule“, wo wir Spiel- und Animationsfilme der Studentinnen und Studenten zu sehen bekamen. Wir lernten, wie man einen Film dreht, besprachen alles, was wir gesehen hatten.  Einer der Teilnehmer*innen beschloss auszuprobieren selber Bilder für einen Zeichentrickfilm zu malen.

Danach fuhren wir ins nationale Kunstmuseum, wo uns ein erfahrener und fröhlicher Experte eine erstklassige Führung gab. Die Meinungen gingen auseinander, jedem gefiel etwas anderes: den einen das Bildnis der Königin, den anderen die Landschaften oder die Skulpturen. Das Museum ist riesig und wir einigten uns darauf weiterzumachen. Bald werden wir wiederkommen und die Welt der Kunst weiter entdecken.

Die Kunsttherapeutin Dasha gab faszinierende Kurse über das Bemalen von Tassen und das Erschaffen von Zeichentrickfilmen aus Zeichnungen und kleinen Plastikfiguren. Jede*r nahm seine einzigartige Tasse mit ins Heim zurück.

Aber das ist natürlich noch nicht alles. Wir organisierten außerdem Filmvorführungen, tanzten in der Disko, schminkten uns, bastelten Collagen, bereiteten köstliche Torten und Obstsalate zu.

Außerdem malten wir viel, plauderten, lachten, lasen Modezeitschriften und gingen im Wald spazieren.

Das Projekt wurde ermöglicht durch unzählige kleine und große Spenden, sowie eine finanziellen Förderung durch die Robert-Vogel-Stiftung.

Neue Materialien für den Runden See


Dank großzügiger Mittel von der Robert-Vogel-Stiftung, konnten die Materialien für die Durchführung des Runden Sees grundlegend erneuert werden. Neben der Erfüllung des Traums, eines eigenen Minibuses für die Organisation Raznye-Ravnye, wurden auch viele andere nützliche Dinge angeschafft. Was, könnte Ihr hier lesen.

Übersetzung und Kommentierung eines belarusischen Artikels zu Unterernährung im Kinderheim Novinki

In Belarus sorgt derzeit ein Artikel über Unterernährung der Kinder im Kinderheim Novinki für Aufsehen. Der Artikel wurde vom Internetmagazin „Imena“ veröffentlicht. Im Heim ist er nicht ohne Konsequenzen geblieben. Wir haben uns entschlossen den Artikel zu übersetzen und einen Kommentar verfasst, um ihn einzuordnen. Wir hoffen Ihnen und Euch damit einen Teil der Debatte zum Umgang mit Menschen mit Behinderung in Belarus näher bringen zu können. Hier ist der Kommentar in dem der Artikel und seine Übersetzung verlinkt sind.

Bericht Ferienfreizeit für Erwachsene 2016

[bild1]Die Ferienfreizeit für Erwachsene Bewohnerinnen und Bewohner eines staatlichen Behindertenheims stand auch 2016 wieder ganz im Zeichen aktiven Erholens. Auf einem belarusischen Dorf wurde weiter am Haus für selbstständiges Wohnen gearbeitet, aber auch mit Kunst, Handwerk, Theater, Kochen und vielem anderen mehr beschäftigten sich die Teilnehmenden. Hier gibts mehr Details. Читать о проекте можно и на русском.

Eindrücke vom Runden See 2016


Der Runde See findet schon so lange jährlich statt, dass wir irgendwann aufgehört haben zu zählen. Jedes Jahr wieder begeistert das Zeltlager im Wald seine Teilnehmenden, öffnet Augen, baut Barrieren ab und ist der Beginn für neue Freundschaften. In diesem Jahr schildern sowohl eine belarussische als auch eine deutsche Teilnehmerin ihre Eindrücke. О впечатлении Нади можно и читать по Русский. Viel Spaß beim Lesen!