Ferienfreizeit Runder See


Drei Wochen im Wald zelten, ohne sanitäre Anlagen, ohne fließend Wasser, ohne ein festes Dach überm Kopf – ein Erfolgsrezept für eine integrative Ferienfreizeit? Was erst mal unbequem klingt, kann die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerlagers „Runder See“ in Minsk nicht abschrecken. Im Gegenteil – seit vielen Jahren ist dieses Ferienlager, an dem junge Leute mit und ohne körperliche Behinderungen aus Belarus, Deutschland und anderen Ländern teilnehmen, ein voller Erfolg. Seit 2008 übernimmt Kanikuli e.V. ein Großteil der Kosten des Sommerlagers „Runder See“ das von unserer Partnerorganisation „Verschiedene-Gleiche“ veranstaltet wird. Lesen Sie die Berichte: → über die Neuanschaffung von Materialen dank großzügiger Finanzierung durch die Robert-Vogel-Stiftung → von Nadia aus Belarus und von Laura aus Deutschland über den Runden See 2016. О впечатлении Нади можно и читать на Русском языке. → über das Lager im Sommer 2015 → von Johanna Kerber (Lagerteilnahme 2013) → Eindrücke zweier Teilnehmer am Krugloe Osero 2012 → von Ruben Werchan (Lagerteilnahme 2011) → von Marie-France Eisner und Laura Eras (Minsk-Freiwillige 2009/2010) oder → von Hans-Ulrich Probst (Minsk-Freiwilliger 2008/2009) über ganz besondere drei Wochen im Wald. Die Projekte werden seit 2016 mit finanzieller Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung durchgeführt. Die Projekte wurden mit finanzieller Unterstützung von JugendHilft (Children for a better World e.V.) durchgeführt.

Fachkräfte-Austausch „Andere Arbeitsweisen“ 2009


Vom 24.November bis zum 31.November 2009 fand der zweite Teil des Austausches „Andere Arbeitsweisen“ statt. Der erste Teil des Austausches fand vom 22. November bis 6. Dezember 2008 im Raum Bremen statt. Das gemeinnützige Projekt „Andere Arbeitsweisen“ ist ein integrativer Austausch von deutschen und belarussischen Behindertenbetreuern und Menschen, die sich für die Integration von Menschen mit Behinderungen in diesen beiden Ländern einsetzen. Der Rückaustausch der Bremer nach Minsk ermöglichte deutschen Behindertenbetreuern die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Belarus kennenzulernen. So sollte die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belarus gefördert werden. Alle zehn Teilnehmer waren Mitarbeiter der schon beim ersten Teil des Austausches beteiligten Bremer Organisationen „Johannishag“, „Martinsclub“ und „Selbstbestimmt Leben“. Sie fuhren zusammen mit drei Mitglieder von Kanikuli e.V. am 24.November für eine Woche nach Minsk. Während dieser Zeit entstanden neue Bindungen zwischen den belarussischen Teilnehmenden und den besuchten Organisationen und Gastfamilien. Diese wurden nun durch den Rückaustausch vertieft werden. Ziel dieses Rückaustausches waren ähnliche Überlegungen wie die des Hinaustausches: Das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und die Reflexion über die eigenen Arbeitsweisen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen war das Hauptziel. Eine bessere Einschätzung der deutschen Teilnehmenden für die belarussische Situation von Menschen mit Behinderungen und somit eine Möglichkeit zur präziseren Hilfestellung durch Erfahrung und Material sollte ebenfalls ermöglicht werden. Längerfristige Partnerschaften und auch die persönlichen Beziehungen zwischen deutschen und belarussischen Behinderteneinrichtungen und sowohl den belarussischen als auch deutschen Teilnehmern sollten entstehen bzw. vertieft werden. Auf Seite der deutschen Teilnehmenden, und das stand bei diesem Teil des Austausches besonders im Vordergrund, sollte ein größeres Bewusstsein für die die allgemeine Situation in Belarus, für Land, Leute und Kultur geschaffen werden. Dabei standen neben der größten und ältesten belarussischen Organisation für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen BELOI und der in ganz Belarus verbreiteten Elterninitiative BELAPDI auch der Besuch kleinerer Organisationen auf dem Programm: die Organisation Raznye-Ravnye, die sich hautsächlich für die Integration körperbehinderter Jugendlicher und junger Erwachsener einsetzt, die staatliche Wohneinrichtung „Novinki“ und die dort angrenzende von „Kanikuli“ unterstützte Kunst-Werkstatt. Daneben wurden auch ein Konzert-und Museumsbesuch und eine Stadtführung angeboten. Der Rückaustausch verlief für alle Seiten sowohl inhaltlich als auch organisatorisch höchst zufriedenstellend. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle die mit ihrer Unterstützung den Austausch ermöglicht haben: -die Partnerorganisation Raznye-Ravnye, die das Programm gestaltet und organisiert haben -an alle besuchten Einrichtungen, die uns offen Einblick in ihre Arbeit gewährt haben -an die Teilnehmer, die so interessiert, offen und kritisch hinterfragend das Programm verfolgt haben -an die deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die diesen Austausch finanziell ermöglicht hat -an alle Mitglieder von Kanikuli, die diesen Austausch mitgestaltet haben Ermöglicht wurde der Austausch „Andere Arbeitsweisen“ vom „Kontaktprogramm Belarus“ der „Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO)“ Vielen Herzlichen Dank im Namen aller Beteiligten an dieser Stelle! Susanne Greischel

Postkarten


Gemeinsam mit unserer langjährigen Projektpartnerin Dasha haben wir in Minsk viele Projekte realisiert. Gemeinsam organisieren wir die Ferienfreizeiten und mit unserer Unterstützung führt sie seit längerem Kunstworkshops und längere Werkstattprojekte für Menschen mit Behinderung durch. Um die Ergebnisse dieser langjährigen Arbeit in anschaulicher Form zu präsentieren, entwickelten wir gemeinsam die Idee einige Motive auf Postkarten zu drucken. Gedruckt werden zwei Tranchen. Die erste, bereits vollendete Tranche präsentiert auf sechs Motiven die Arbeit von Kanikuli e.V. bei den Ferienfreizeiten. Die Motive können Sie auf dieser Seite einsehen. Die zweite Tranche wird Motive aus der Arbeit in der Kunstwerkstatt in Minsk zeigen. Sie dient vor allem dazu, die herausragende Arbeit, die in dieser Werkstatt geleistet wurde, in Belarus bekannter zu machen. Gegen eine kleine Spende senden wir Ihnen gern einen Postkartensatz zu.

Theaterpädagogisches Projekt für Bewohner_innen staatlicher Behindertenheime in Belarus


Im Zuge der Umstrukturierung der Projekte unseres Vereins, hin zu mehr Nachhaltigkeit, findet seit November 2012 die Winterferienfreizeit und unsere Sommerferienfreizeit für die erwachsenen Bewohner_innen staatlicher Behindertenheime in Minsk in veränderter Form statt. Ziel war es, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, das über das bisherige Ferienprogramm hinausging, sowie die Menschen mit Behinderung aus den staatlichen Heimen über einen längeren Zeitraum hinweg konstant zu begleiten und ihnen die Möglichkeit zu geben ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im künstlerischen Projekt zu entdecken und zu entwickeln. Außerdem ist es das Ziel dieses Projekts, die Berichtererstattung über Menschen mit Behinderung in Belarus positiv zu beeinflussen und der dortigen Gesellschaft den Reichtum an kreativer Vielfalt aufzuzeigen und Berührungsängste abzubauen. Somit war das Theaterprojekt geboren. 2013 fand ein von Kanikuli e.V. geplantes und finanziertes Pilotprojekt statt. Im Rahmen dieses Projekts, nahmen ca. 10 Teilnehmende an wöchentlichen Theaterproben teil, die von ausgebildeten Fachkräften vor Ort durchgeführt wurden. Zu Beginn des Projekts stand die Winterferienfreizeit als Kick-off-Kurs und gegen Ende des Projekts, die Sommerferienfreizeit. Hier setzen sich die Teilnehmenden weiter intensiv mit Theater und Kunst auseinander. Den Abschluss des einjährigen Projekts, bildeten eine externe Aufführung des Erarbeiteten und die Dokumentation des Projekts. Berichte aus dem Theaterprojekt: – Über den ersten Intensiv-Workshop im Sommer 2013 von Lina Müller (Minskfreiwillige 2012/13)

Mentoring für Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Belarus


Kanikuli e.V. unterstützt die Freiwilligen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Minsk seit September 2012 durch eine*n Mentor*in. [bild1] Alle, bei Kanikuli e.V. aktiven, ehemaligen Freiwilligen, haben ihren Friedensdienst im Rahmen des ASF Programms absolviert. Somit können sie eventuelle Probleme vor Ort gut einschätzen, besonders projektbezogene Auskünfte geben und kennen die Besonderheiten des Landes. Dies stellt einen großen Vorteil für die Freiwilligen vor Ort dar. Deshalb hat sich Kanikuli e.V. zum Ziel gesetzt die „Minsk-Freiwilligen“ während ihres Auslandsjahres zu betreuen, soweit dies von ihnen gewünscht ist. Gemeinsam mit ASF haben wir ein Mentorenprogramm ausgearbeitet. Das Mentorenprogramm beinhaltet die Begleitung der Freiwilligen bereits vor dem Freiwilligendienst, durch eine erste Kontaktaufnahme, dann, wenn möglich und einer Einheit der*s Mentors*in während der Vorbereitungswoche von ASF in Berlin. Unsere Mentor*in reist anschließend mit den neuen Freiwilligen nach Minsk und unterstützt sie in der ersten Woche beim Einleben, dem Kennenlernen der Projekte, sowie bei offiziellen Behördengängen. Gerade letzteres ist eine große Hilfe für die neuen Freiwilligen, da sie meist gar kein, oder nur sehr wenig Russisch sprechen. [bild2] Während des Freiwilligendienstes steht der*die Mentor*in in ständigem Kontakt zu den Freiwilligen, sowie zu ASF und nimmt auch an dem ersten Seminar in Minsk, im November teil. Im späteren Verlauf, unterstützt der*die Mentor*in die Freiwilligen bei der Planung der Sommerferienfreizeiten, welche jedes Jahr von Kanikuli e.V. finanziert und von den Freiwilligen vor Ort durchgeführt werden. [bild3] Der*die Mentor*in steht selbst in einem positiven Verhältnis zu ASF und ist in keiner Weise eine Ersetzung des*der Länderbeauftragter*in, sondern eine spezielle Unterstützung für die Minsk-Freiwilligen. Während des Länderseminars im November, ist der*die Kanikuli-Mentor*in jedoch gleichermaßen für alle Freiwilligen (Ukraine und Belarus) Ansprechpartner*in. Das Mentorenprogramm ist in diesem Model bereits 2012/2013 von Johanna Kerber durchgeführt worden.

Gewöhnliche Eltern – Eine Selbsthilfegruppe junger Eltern mit Behinderungen


Als Olga auf dem Runden See im Jahr 2012 auf Polina und Wadim von »Verschiedene-Gleiche« zuging und ihre Idee unterbreitete, war noch nicht absehbar, dass daraus so schnell ein durchführbares Projekt werden würde. Olga wohnt mit ihrem dreijährigen Sohn Pascha in Witebsk, einer Stadt im Osten Belarus, bekannt als der Geburtsort von Marc Chagall. Durch ihre Gehbehinderung trifft sie in ihrem Leben immer wieder auf Barrieren und muss sich zudem regelmäßig für ihre Mutterschaft rechtfertigen. Sie ist jedoch nicht alleine in dieser Situation und entschied sich daher, »Verschiedene-Gleiche« um Hilfe bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe zu bitten. Dort lief sie offene Türen ein, die Mitglieder und Assoziierten von »Verschiedene-Gleiche« waren älter geworden, viele bekamen Kinder oder wollten welche bekommen und trafen auf neue Probleme: Eigene Ängste, medizinische Überforderung von Ärzten und Hebammen, Akzeptanzprobleme in der Gesellschaft, Barrierefreiheit in Kindergärten und Schulen, innerfamiliäre Probleme und vieles mehr. Für eine Entwicklung in diese neue Richtung, setzte sich »Verschiedene-Gleiche« mit »SelbstBestimmt Leben Bremen« und »Kanikuli« in Verbindung, sodass wir zu dritt ein Projekt ausarbeiteten. Das Konzept für »Gewöhnliche Eltern« nahm Form an und erhielt im Mai 2013 von »Aktion Mensch« den Zuschlag über eineinhalb Jahre gefördert zu werden. In diesem Rahmen werden wir verschiedene Aktionen durchführen: – Eine Vorbereitungsfahrt von »Verschiedene-Gleiche« zu verschiedenen norddeutschen Behindertenverbänden vom 24. bis 29. September 2013 – Außer »SelbstBestimmt Leben Bremen« treffen wir auch den »Bund Behinderter Eltern« in Hannover und die Müttergruppe »MCourage« in Hamburg; – Vier Wochenendseminare in Belarus zur Aktivierung und Entwicklung junger Eltern mit Behinderungen; – Ein Veranstaltungszyklus zur Förderung der Selbstorganisation junger Eltern mit Behinderungen mit dem Ziel der Gründung des Selbsthilfe-Klubs; – Veranstaltungen im Rahmen des Selbsthilfe-Klubs gemeinsam mit den jungen Eltern; – Ein fünftägiges Seminar für junge Eltern mit Behinderungen und ihre Kinder mit der estnischen Organisation zu innerfamiliärer Kommunikation »Akademie der Kindheit«; – Öffentliche Kulturveranstaltungen in Witebsk, die zur Überwindung der Exklusion junger Eltern mit Behinderungen aus der Gesellschaft beitragen sollen; Update 20. September 2015: Wir freuen uns über erfolgreich beantragte zusätzliche Förderung für den geplanten Abschluss des Projekts: Im Sommer 2015 erhielten die Gewöhnlichen Eltern eine Förderzusage von Erasmus+. Damit kann die in Witbesk versammelte Selbsthilfegruppe zwei Reisen unternehmen. Die erste Reise führt auf ein Seminar in die estnische Hauptstadt Tallinn, wo die Partnerorganisation »Akademie der Kindheit« ein Seminar zur Selbstorganisation und barrierefreien Kindergärten anbietet. Den Projektabschluss bildet eine zweite Reise mit insgesamt 7 Teilnehmenden und ihren Kindern nach Deutschland. In Bremen, Hamburg und Hannover wird sich die gesamte Gruppe mit den Selbsthilfegruppen SelbstBestimmt Leben Bremen, MCourage und dem BBE treffen. Diese Aktivitäten werden auch dabei helfen, eine Bewusstsein und eine gemeinsame Position von Eltern mit Behinderung in Belarus herauszuarbeiten und zu verschriftlichen. So eine Position kann sowohl eine Hilfe für andere Eltern mit Behinderung sein und anderen Menschen mit Behinderungen die Angst vor der Elternschaft nehmen, ebenso aber auch als Anregung für regionale Sozialzentren und die Politik dienen. Durch diese Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit hoffen wir eine langfristige Veränderung der Lebenssituation junger Eltern mit Behinderung in Belarus zu erreichen. Die Ansprechpartner für zusätzliche Informationen sind: Arkadi, Daniel und Ruben eltern@kanikuli-ev.de Berichte über das Projekt: Bericht über das zweite Seminar von Ruben Interview mit Olga Fateeva, Teilnehmerin der Projektreise nach Bremen Интервю с Ольгой Фатеевей, участница путешествии в Бремен Projektreise nach Bremen, Hamburg und Hannover im September 2013 Projektreise nach Bremen (Pressebericht)

Ferienfreizeiten


Ferienfreizeiten für Kinder und Erwachsene aus den staatlichen Psychoneurologischen Internaten „Drazhnya“ und „Novinki“ in Minsk werden alljährlich im Sommer und im Winter durchgeführt. An den Ferienfreizeiten nehmen 8-14 Kinder oder Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen aus den Internaten teil, die von deutschen und belarussischen Freiwilligen, sowie einer Fachkraft aus den Internaten individuell begleitet und betreut werden. Seit 2009 werden die Ferienfreizeiten im deutsch-belarussischen Erholungskomplex „Nadezhda“ (dt. Hoffnung) durchgeführt. Auf den Ferienfreizeiten haben die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, ein Leben außerhalb ihres gewohnten Umfeldes kennen zu lernen. Wanderungen und Ausflüge stehen ebenso auf [bild1] dem Programm wie kratives Arbeiten. Daneben gibt es die Möglichkeit, verschiedene therapeutisch-medizinische Angebote, wie zum Beispiel Massagen und Aromatherapien wahrzunehmen. Die Teilnehmenden genießen die intensive eins-zu-eins-Betreuung durch die Freiwilligen, die gute Verpflegung und die Ruhe in der schön gelegenen Unterkunft in der Natur. Die Vorgeschichte [bild2] Ferienfreizeiten für Kinder und Erwachsene mit geistigen Behinderungen sind in Minsk inzwischen Tradition: Im Jahre 2001 veranstalteten deutsche Minsk-Freiwillige im Rahmen ihres Freiwilligendienstes erstmals eine solche Ferienfreizeit. Seit 2006 engagiert sich Kanikuli e.V. für die kontinuierliche Fortführung der Ferienfreizeiten. Lesen Sie hier die Berichte über: → Ferienfreizeit für Erwachsene 2017 von Ksenja Golubovich (belarusische Freiwillige) Текст и есть на русском языке → Ferienfreizeit für Kinder 2017 von Ksenja Golubovich (belarusische Freiwillige) Текст и есть на русском языке → Winterferienfreizeit 2017 von ???. Minskfreiwillige 2016/17 → Ferienfreizeit für Erwachsene 2016 von Dasha Eskevich (langjährige Organisatorin der Freizeit) Текст и есть на русском языке → Wiedersehen der erwachsenen Kinder von Elena Belyavskaya (durchgeführt zusammen mit der Organisation „Welt ohne Grenzen“) Текст и есть на русском языке → Sonnenkur 2016 von Katja Sakowa (Freiwillige bei der Freizeit) Текст и есть на русском языке → Sommerferienfreizeit für Kinder 2016 von Gesa Baum und Jakob Grüter. Minskfreiwillige 2015/16 → Winterferienfreizeit 2016 von Gesa Baum und Jakob Grüter. Minskfreiwillige 2015/16 → Sonnenkur 2015 von Maria Kuracheva und Johanna Kerber, die beide am Projekt teilgenommen hatten. → Ferienfreizeit für Kinder 2015 von Berit Hannappel, ASF-Freiwillige → Ferienfreizeit für Kinder 2014 von Olga Prashkowich, Organisatorin des Lagers (übersetzt von Charlotte Sautier, Kanikuli-Mitglied) → Freizeit für Kinder im Rollstuhl 2014 von Arkadi Schelling, Kanikuli-Mitglied → Theaterfreizeit für Erwachsene 2014 von Arkadi Schelling, Kanikuli-Mitglied → Ferienfreizeit für Kinder 2013 von Leonie Sonnabend. Kiew Freiwillige 2012/13 → Sommerferienfreizeit mit Erwachsenen 2013 von Lina Müller. Minskfreiwillige 2012/13 → Winterferienfreizeit 2013 Video von Lina Müller. Minskfreiwillige 2012/13 → Ferienfreizeit für Kinder 2012 von Nina Nadig. Minskfreiwillige 2011/2012 → Winterfreizeit 2012 mit Theater von Darja Yeskevich, langjährige Organisatorin von Ferienlagern. → Ferienfreizeit 2011 mit Kindern von Hannah Evers. Minskfreiwillige 2010/2011 → Winterferienfreizeit 2011 von Hannah Evers und Johanna Kerber. Minskfreiwillige 2010/2011 → Ferienfreizeit 2010 mit Kindern von Marie-France Eisner. Minskfreiwillige 2009/2010. → Ferienfreizeit 2009 mit Kindern von Hans-Ulrich Probst, Minskfreiwilliger 2008/2009. → Bericht über die erste Winterferienfreizeit von Marei Adam, Minsk-Freiwillige 2008/2009 → Abschlussbericht der Sommerlager 2005 → Bericht über das Sommerlager mit Erwachsenen 2004 → Das erste Sommerlager 2001 Oder schauen Sie sich Fotos an: → Fotos vom Erwachsenenlager 2007 → Fotos vom Kinderlager 2007

Eine Seite für Ideen und kleine Projekte


Projektideen 2016 Auf der Mitgliederversammlung am 2. Oktober 2016 entstanden in Arbeitsgruppen einige Ideen, wie wir Impulse für nachhaltige Veränderungen setzen können. Kanikuli-FW Betreutes Wohnen Austausch für Pflegekräfte Schulaustausch Durchgeführte Projekte „Art Nuveau!“ (neu) Seit längerem gibt es im Minsker Internat No 3 Kunst und Kunsttherapie, welche von der belarussischen Psychologin Darija Jaskevich in Form einer freien Werkstatt und regelmäßigen kleinen und größeren Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen organisiert wird. Seit Herbst 2015 läuft nun zusätzlich das Projekt „Art Nuveau!“, in welchem sich Bewohner des Heimes und Künstler der heiminternen Werkstatt in Kooperation mit Brester Künstlern belarussische zeitgenössische deviante Kunst zum Thema machen. Erster Erfolg war eine gut besuchte Ausstellung in Brest. Hier ein Artikel dazu im brester Onlinemagazin Virtualbrest. Dazu die deutsche Übersetzung des Textes: Erstmalig wurde in Brest eine Ausstellung zeitgenössischer devianter Kunst eröffnet. Darin werden die Werke von Bewohnern des dritten psychoneurologischen Internats der Stadt Minsk gezeigt: Gennadij Grishel, Konstantin Ladoshkin und Mihail Bulitch. Ins Heim sind die Männer in unterschiedlichen Jahren gekommen, aber zu „Art Nuveau!“ ziemlich gleichzeitig. Diese Künstlervereinigung arbeitet in der medizinisch-sozialen Einrichtung seit über 10 Jahren. Unter Leitung der Psychologin Darija Jaskevich haben die besonderen Menschen schon dutzende Werke geschaffen. Und hunderte Besucher haben ihre Arbeiten in Ausstellungen in Belarus, Deutschland und Norwegen gesehen. In Brest ist zum ersten Mal deviante Kunst zu sehen, ein Saal mit etwa zwanzig Werken. Einige davon sind mit Farben auf Spanplatten gemalt, andere mit Edding auf gewöhnlichen Karton. Betrachtet man die zu Farbe gewordenen Gedanken derer, deren Existenz unsere Gesellschaft so gut wie möglich versucht zu verdrängen, so erkennt man: in jedem von ihnen steckt eine riesige, abendteuerliche Welt. Sie ist nur manchmal nicht so wie die unserige. Lesen Sie nur mal zB den Titel eines Werkes von Konstantin Ladoshkin: „Hund, der mit dem Helm Gagarin unterstützt, der zum Mond betet“. Wären Sie zu so etwas in der Lage? Darija Jaskevich, Kunsttherapeutin, Kuratorin der Ausstellung devianter belarussischer Kunst und des Projektes „Art Nuveau!“ und Psychologin im Internat №3 der Stadt Minsk: Stellen Sie sich vor: ein Mensch wird zu lebenslanger sozialer Deprivatation verurteilt. Er wird künstlich aus der Gesellschaft entfernt und in eine kleine zweifelhafte Subkultur verfrachtet. Das Projekt hingegen war wie ein großer, entwickelter Organismus aus zwanzig Menschen, vor denen plötzlich nicht mehr das pathologische agressive Leben, wie es bisher gewesen war, aufleuchtete, sondern ein würdiges. Information: Deviantes Verhalten bezeichnet ein Verhalten, welches sich von den sozialen Normen distanziert, und bezeichnet menschliche Handlungen, die den allgemein etablierten sozialen, moralischen, ethischen und rechtlichen Standarts nicht entsprechen.

MOLOKO – MOLOdjoschnaja KOmnata (Jugendraum)


Gemeinsam mit unserer belarussischen Partnerorganisation „Rasnye-Ravnye“ (Verschiedene-Gleiche, www.rrby.org) fand vom Sommer 2008 bis Sommer 2010 das Projekt MoLoKo statt – unser erstes gemeinsames Projekt, das von der AKTION MENSCH e.V. (www.aktion-mensch.de) gefördert wurde. Momentan beantragen wir bei Aktion Mensch Gelder für ein weiteres Projekt mit Verschiedene-Gleiche, welches sich in einer aus dem Austausch „Andere Arbeitsweisen“ entstandenen Kooperation mit

Häuser für Menschen mit Behinderung in Belarus


„Wir wollen, dass Menschen eine Zukunft haben. Unabhängig von ihrem Alter, ihren Besonderheiten und Möglichkeiten. Wir wollen das für uns selbst und für andere. Wir wollen das für alle. Warum? Weil es anders nicht geht.“ In den vergangenen 10 Jahren konnten wir in unseren Ferienfreizeiten vielen Menschen, die in staatlichen Heimen in Belarus leben für eine kurze Zeit einen Ausbruch aus ihrem tristen Alltag ermöglichen. Seit einigen Jahren findet eine Freizeit mit Erwachsenen schon nicht mehr in Sanatorien, sondern auf einem ganz normalen Dorf in Belarus statt. Und auch in den Heimen hat sich einiges verändert, so gibt es im Erwachsenenheim nun drei Stationen auf denen die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Alltag selbstständig organisieren. Für unsere Freizeiten mit Erwachsenen bedeutete dies, dass es dort nun viel darum ging, Menschen dazu zu befähigen, ihre alltäglichen Angelegenheiten selbst zu organisieren. Doch dies reicht uns nun nicht mehr! Unser langfristiges Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderung in Belarus nicht mehr in großen staatlichen Heimen leben, sondern dass sie die Möglichkeit haben, in der Gesellschaft so zu leben, wie sie es möchten und sie dafür die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Dieses Ziel möchten wir nun angehen! Dafür unterstützen wir eine Gruppe von Menschen um unsere langjährige Partnerin Daria Yeskevich beim Gründen eines Wohnprojekts. Zurzeit besitzt dieses Wohnprojekt zwei Holzhäuser in einem kleinen Dorf in Belarus. Eins der Häuser wurde letztes Jahr saniert, es wurde eine Kanalisation gebaut, das Haus bekam fließendes Wasser und es wurde wohnlich gestaltet. Diesen Sommer soll nun ein zweites Haus renoviert werden. Die Renovierung findet gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Ferienfreizeiten und Freiwilligen statt. Dabei packen alle ihren Fähigkeiten entsprechend mit an, ob Mensch mit oder ohne Behinderung. Die Häuser stehen in einem typischen Dorf in Belarus, welches auch dadurch typisch ist, dass dort kaum noch junge Menschen leben und es ohne neue Einwohnerinnen und Einwohner aussterben würde. Das Wohnprojekt bietet die Chance dies zu verhindern. Schon jetzt wird der Kontakt mit den alteingesessenen Bewohnerinnen und Bewohnern gepflegt und sich gegenseitig unterstützt. Ein solcher Austausch bedeutet gelebte Inklusion. Wie soll es weitergehen? In diesem Sommer soll das zweite Haus ausgebaut werden. Dabei wird besonders darauf geachtet werden, dass auch Menschen mit einer körperlichen Einschränkung gut in ihm leben können. Daneben bekommt auch dieses zweite Haus einen Zugang zur Kanalisation und fließendes Wasser. Das Dach und die Fenster müssen ausgetauscht werden. Beide Häuser sollen außerdem winterfest gemacht werden, um auch den kalten Wintern in Belarus trotzen zu können. Wir haben auf Betterplace einen Spendenaufruf gestartet um Geld für das Winterfestmachend der Häuser zu sammeln. Wir freuen uns über jede Spende.