Arbeit in den Heimen für Menschen mit Behinderungen in Minsk

Etwa 20.000 Menschen mit Behinderungen und mit „dauerhaften“ psychischen Erkrankungen leben in Belarus in staatlichen Heimen mit bis zu 600 Bewohnern. Die Betreuungssituation in diesen Heimen ist teilweise sehr schwierig. Neben den Pflegekräften, welche sich neben der Durchführung der Körperpflege und der sozialen Betreuung auch um die Organisation des Stationsablaufes und um Putzen, Kochen und Waschen kümmern müssen, hierbei aber meist stark unterbesetzt sind und oft in aufreibenden 24-Stunden-Schichten arbeiten, gibt es wenn überhaupt nur wenige Pädagogen und/oder Psychologen. Insgesamt verschlechtert sich die Betreuungslage für einen Menschen mit Behinderung,  je älter er oder sie wird, da die ältesten Heimbewohner am wenigsten beachtet werden und die Betreuungsschlüssel geringer werden.

Seit den neunziger Jahren arbeiten deutsche und belarussische Freiwillige in verschiedenen staatlichen Heimen für Kinder und erwachsene Menschen mit Behinderung in Minsk und unterstützen die Bewohner/Innen in ihrem Alltag. Hierbei ist die Arbeit sehr vielfältig und erstreckt sich von Spazierengehen, Spielen, Fördern über Hilfe bei pflegerischen Tätigkeiten und Erledigen von Besorgungen bis hin zur Planung und Durchführung von Ausflügen, Projekten in den Heimen und der Ferienfreizeiten.

Wir unterstützen die  Freiwilligen in ihrer Arbeit  durch Betreuung und Supervision im Rahmen unseres Mentoring-Programms, durch Ausschreibung einer Kanikuli-Freiwilligen-Stelle, auf die sich belarussische Engagierte bewerben können sowie durch Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Anschaffungen und Unternehmungen.