Belarus-Freiwillige

Am 01. September 2017 startete Kanikuli e.V. das Freiwilligenprojekt mit der Einstellung einer belarussischen Freiwilligen. Seit dem 01. September 2018 wurde das Projekt um eine zweite Freiwilligenstelle erweitert.
Angelehnt an die Freiwilligendienste von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, schufen wir eine Stelle im Bereich der Behindertenarbeit in Belarus. Der Freiwilligendienst soll ein Jahr dauern und die Freiwilligen arbeiten in dieser Zeit in den Behindertenheimen in Novinki, treffen
andere NGOs, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, widmen sich der Öffentlichkeitsarbeit und veranstalten regelmäßige Treffen für unsere Freizeiten-Freiwilligen. Außerdem iniziieren sie eigene Projekte.

Im Folgenden stellen sich die aktuellen Freiwilligen kurz vor. Falls Sie den Freiwilligendienst finanziell unterstützen möchten, können Sie eine Patenschaft übernehmen. Das Patenschaftsformular finden Sie hier:

Ljosha an seinem ersten Arbeitstag

Mein Name ist Ljosha und ich bin 34 Jahre alt. Seit dem 01.04.2019 arbeite ich als Freiwilliger für den Kanikuli e.V. in einem Heim für Kinder mit Behinderung und einem Heim für Erwachsene mit Behinderung in Minsk. Bereits 11 Jahre arbeitete ich vorher in eben dem Heim für Kinder mit Behinderung in welchem ich jetzt Freiwilliger bin. Dabei stellte ich fest, dass dort wirklich „irgendwas nicht stimmt“, aber man etwas tun kann. Von 2015 bis 2018 arbeitete ich bei der NGO „Mir bez graniz“ (Welt ohne Grenzen), wo ich aktiv dazu beitragen konnte dieses „irgendwas“ zu verändern. Dadurch habe ich nun eine Idee von dieser Arbeit sowohl aus einer Innen-, als auch einer Außenperspektive. Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung macht mir Spaß und ich habe das Gefühl, dass es genau das ist was ich kann.

Belarus-Freiwillige Tanja

Ich heiße Tanja Gerasimova. Ich bin 29 Jahre alt und von Beruf Pädagogin. Daher kam es, dass ich in 2007 Menschen aus dem Heim für Menschen mit Behinderung kennenlernte. Bis heute ist der Kontakt mit ihnen ein großer Teil meines Lebens. Einfach weil ich mich und andere verändern, lernen und lehren, suchen und finden, beobachten, wertschätzen und mich und meine Umgebung immer weiter entfalten möchte. In diesem Jahr möchte ich all das teilen, was ich bisher weiß und was ich geschafft habe in den Jahren meiner Arbeit im sozialen Bereich zu lernen. Und ich möchte auch neue Wege und Lösungen für die Probleme finden, mit denen Menschen in Behindertenheimen täglich konfrontiert sind. Ich verstehe vollkommen, dass ein Jahr nicht ausreichen wird um das Leben aller Betroffenen mit denen ich mich treffen und mit denen ich arbeiten werde, zu verbessern, aber ich weiß mit Sicherheit, dass es für einige nicht unbedeutend sein wird.