Mitgliederversammlung in Berlin

Unsere halbjährliche Mitgliederversammlung haben wir in herbstlichem Ambiente am Wochenende vom 26. und 27. November in den Gemeinderäumen der Paul Gerhardt Kirche in Berlin abgehalten. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen sind wir direkt in die inhaltliche Arbeit eingestiegen, denn es gab viel zu besprechen und zu berichten.

Wir haben viele unterschiedliche Themen bis in die Dunkelheit hinein besprochen. Die Hauptpunkte waren aber vor allem die Folgenden:

Wichtig zu benennen sei vorab, dass die politische Lage in Belarus unverändert repressiv ist und unsere Arbeit und vor allem unsere Zusammenarbeit mit unseren belarussischen Projektpartner*innen beeinflusst. Dennoch ist es immer wieder ermutigend, besonders von den Projektpartner*innen vor Ort zu hören, dass trotz allem Freizeiten, Sommerlager und Projekte verschiedenster Art, zwar unter erschwerten Bedingungen, aber dennoch fortgeführt werden können.

Die aus Deutschland Teilnehmenden in der Konferenz

Beispielsweise berichtet uns P. vom inklusiven Zeltlager „Runder See“, welches auch diesen Sommer wieder in der Nähe von Minsk stattfinden konnte.

P. gab uns die Rückmeldung, dass das Lager gut besucht war. Es haben sich insgesamt 49 Personen mit und ohne Behinderung mit dem Thema „Wahlen“ auseinandergesetzt. Die Planungen für das nächste inklusive Zeltlager laufen bereits und einige Kanikulis planen im nächsten Sommer auch, selbst nach Minsk zu fahren, um am „Runden See“ teilzunehmen.

Wir haben gemeinsam mit den belarussischen Freiwilligen das letzte Jahr reflektiert und besprochen. Die Freiwilligen haben uns online einen Jahresrückblick von ihrer Arbeit in Belarus präsentiert. Weiterhin hat sich die neue Freiwillige vor Ort vorgestellt. Wir haben gemeinsam viel über die geplanten Aktionen und die Ferienfreizeiten im nächsten Jahr gesprochen. Die nächste Mitgliederversammlung soll im Frühling zusammen mit den belarussischen Freiwilligen in der Nähe von Trier stattfinden. Darauf freuen wir uns schon sehr!

Die Teilnehmenden vor Ort

Frühlingshafte Mitgliederversammlung in Halle an der Saale

Halle/28.05.2022

Wir haben uns wieder zur halbjährlichen Kanikuli-Mitgliederversammlung getroffen. Dieses Mal im schönen Halle an der Saale in der Hochschullernwerkstatt der Uni Halle. Fünf Teilnehmende aus Berlin, Trier und Halle waren vor Ort dabei und fünf weitere Personen haben online an der Vereinssitzung teilgenommen.

Diese Mitgliederversammlung wurde überschattet vom Krieg in der Ukraine, den Repressionen in  und der Isolation von Belarus sowie der Covid- 19 Pandemie. Deshalb stand für uns vor allem die Frage im Raum: Wie können und müssen wir unsere Arbeit als Kanikuli e.V. unter den aktuellen Bedingungen anpassen und weiterführen?Mit unseren Projektpartner:innen vor Ort haben wir hier über bestehende Projekte und neue Möglichkeiten diskutiert.

Nach einem langen Tag mit vielen Gesprächen auf Russisch und Deutsch, online und präsent steht fest, dass auch dieses Jahr wieder Freizeiten für Menschen mit Behinderung in Belarus stattfinden. Anfang August findet außerdem das integrative Zeltlager „Runder See“ in der Nähe von Minsk statt. Herzlich willkommen sind auch Teilnehmende aus Deutschland. Interessierte Personen können sich gerne bei Kanikuli melden!

Unsere Freiwilligen haben von ihrer Arbeit vor Ort berichtet, wie sie trotz rigoroser Quarantäneregelungen Kontakt in die Heime halten und wie die Unterstützung von außerhalb der Heime lebenden Menschen mit besonderem Förderungsbedarf immer mehr in den Fokus ihrer Arbeit gerät.

Neben dem Planen und Besprechen laufender Projekte, standen bei unserer MV wieder die Vorstandswahlen an. In diesem Jahr wurde der bisherige Vorstand ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Neben den intensiven inhaltlichen Arbeiten haben wir das Zusammentreffen in Halle genutzt, um uns als Vereinsmitglieder wiederzusehen, gemeinsam zu frühstücken, zu kochen und uns auszutauschen. Das die Mitgliederversammlung in Präsenz stattfinden konnte, war uns als Verein ein großes Anliegen.  Durch den gemeinsamen Austausch konnten wir  neue Energie und Ideen für die nächste Zeit zu sammeln.

Clara Schilke

Mitgliederversammlung und Jubiläumsfeier 2021

Kanikuli e.V. hatte am Wochenende des 18. und 19. September gleich zwei denkwürdige Ereignisse zu begehen: Am 18. September stand die 2. Mitgliederversammlung für das Jahr 2021 auf dem Plan, und am 19. September feierte Kanikuli e.V. sein 15-jähriges Bestehen. Das besondere and der MV war dabei, dass sie zum ersten Mal seit 2019 sowohl in Präsenz als auch online stattfand.

Während der MV ging es hauptsächlich um die derzeitige Lage in Belarus. Diese hat sich seit der Wahl im August 2020 und dem international nur teilweise anerkannten Wahlsieg des Präsidenten Alexander Lukashenko für zivilgesellschaftliche Organisationen immer weiter verschlechtert. Dies, und das noch stets den Alltag in den Heimen dominierende Coronavirus erschweren die Arbeit von Kanikuli e.V. erheblich. Daher wurde auf der MV darüber diskutiert, wie Kanikuli e.V. am besten mit dieser Lage umgehen kann. Sehr berührend und wichtig war für uns dabei, online direkt von unseren Partner*innen vor Ort über ihre derzeitige Situation zu hören und darüber, welche neuen Wege sie gefunden haben, Projekte durchzuführen. Daneben stand auch eine mögliche Neuausrichtung der Finanzierung auf der Agenda, da ab 2022 das belarusische Freiwilligenprojekt durch die Robert Vogel Stiftung finanziert wird und die Freizeiten aus anderen Quellen finanziert werden müssen. Auch stand die angesichts der aktuellen Lage notwendige Neukonzipierung des belarusischen Freiwilligenprojekts auf dem Plan. All dies wurde in konstruktiver Runde beschlossen und wer angereist war genoss es, endlich wieder eine MV live und in Farbe miterleben zu können.

Und dann stand am nächsten Tag das 15-jährige Jubiläum an: Bei einem ebenfalls in Präsenz und online abgehaltenen Brunch, bei dem auch ein nächtlich gebackener, köstlicher Möhrenkuchen nicht fehlen durfte, erinnerten wir uns an  die vielen Höhepunkte der vergangenen 15 Jahre und lauschten gebannt einer Videobotschaft eines der Gründungsmitglieder, die uns zu diesem feierlichen Anlass erreicht hatte .
Wir gratulieren Kanikuli e.V. ganz herzlich zum 15-Jährigen und hoffen auf noch viele Jahre des Bestehens und auf weitere erfolgreiche Projekte in der Zukunft!

Jakob und Gesa.

Herbst-Mitgliederversammlung 2018 in Leipzig

Am 10.11.2018 fand die zweite diesjährige Mitgliederversammlung in Leipzig statt. Themen waren zum einen die abgelaufenen Projekte von 2018, beispielsweise die Ferienfreizeiten. Hier bekamen wir durch die frisch zurückgekehrten Freiwilligen Charlotte, Clara und Jonas einen lebhaften und spannenden Bericht über Ablauf, Erfolge und Schwierigkeiten. Auch unser Freiwilligenprojekt, im Rahmen dessen wir nach einer erfolgreichen einjährigen Pilotphase nun seit September mit Uljana Draschina noch eine zweite belarussische Freiwillige beschäftigen wurde besprochen und analysiert. Schwierigkeiten ergeben sich vor Allem noch bei der Gewährleistung der intensiven Betreuung der Freiwilligen sowie bei der langfristigen Finanzierung des Projekts.

Des weiteren beschlossen wir einen schon länger erwogenen Umbau unserer Vereinsarbeit. Für die Unterstützung bei administrativen und organisatorischen Aufgaben schreibt Kanikuli unter den Vereinsmitgliedern eine Stelle mit etwa acht Stunden Arbeit im Monat aus. Diese steigende Professionalisierung des Vereins soll insbesondere den Vorstand bei seiner Arbeit entlasten. Ein Hintergrund hierfür ist die zunehmende Anzahl von Nachwuchs und die steigende Berufstätigkeit der Vereinsmitglieder.

Neben inhaltlicher Arbeit gab es auf der Mitgliederversammlung auch Zeit für informellen Austausch und ein schönes gemeinsames Abendessen. Für die nächste Versammlung nehmen wir viel Vorfreude mit und die Idee, dass wir versuchen werden für die anwachsende Kinderschar eine Kinderbetreuung zu organisieren.

Mitgliederversammlung in Tübingen

Text: Hans Probst

Die diesjährige erste Mitgliederversammlung wurde in Tübingen ausgerichtet. Im Infoladen des Hausprojektes Schellingstraße trafen sich einige engagierte und interessierte Mitglieder, um über die aktuell laufenden und projektierten Aktionen zu beraten. Mit dabei war – und dies stellte ein Novum dar – die belarussische Freiwillige Ksenja, die für ein Jahr in Minsk in verschiedenen Bereichen der Arbeit mit Menschen mit Behinderung arbeitet.

Neben ausführlichen Berichten und Beratungen über Aktivitäten standen auf dieser Mitgliederversammlung erneut Wahlen des Vorstandes an. Johanna Kerber (1. Vorsitzende), Charlotte Sautier (2. Vorsitzende) und Lina Müller (Kassiererin) kandidierten allesamt wieder für ihre jeweiligen Posten und wurden wiedergewählt.

Einen zentralen Punkt während der Mitgliederversammlung nahm die Arbeit der belarussischen Freiwilligen, Ksenja, ein. Sie berichtete eindrücklich von ihren durchgeführten Projekten und umriss auch die Möglichkeit zukünftiger Arbeitsbereiche. Ein mittelfristiges Ziel soll die Einrichtung eines integrativen Cafés o.ä. sein. In diesem Kontext fällte die Mitgliederversammlung die Entscheidung, ab September 2018 zwei belarussische Freiwillige in Minsk anzustellen.